Sterben im Jemen: „Wir müssen unsere Stimme weiter erheben.“

Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ leisten
humanitäre Hilfe

Over 2.8 million people have been displaced by the war in Yemen over the past year. Many have lost everything including family members and their homes. CARE provides emergency cash to displaced families so they can buy food and pay rent in their temporary homes.
This young girl’s mother says, “I’ve cried so many tears. Sometimes I look at my children and I just cry. But I find my hope in God and I must go on for them. I just hope the war will finally stop. Life will be ok if the war stops.”

BONN, 13.12.2018 – „Würden wir für jedes Kind, das im Jemen durch den Krieg sein Leben verloren hat, eine Gedenkminute einlegen, wäre es bis März still. Doch wir müssen unsere Stimmen erheben und dafür Sorge tragen, dass nicht noch mehr Mädchen und Jungen ihr Leben verlieren“, so Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“. Roßbach betont, dass eine Waffenruhe für die Zivilbevölkerung dringend notwendig sei,
damit den Menschen im Land geholfen werden kann.


Im Jemen sind inzwischen mindestens 100.000 Mädchen und Jungen an Folgen des Krieges gestorben: Durch Bomben, an Hunger, Cholera oder andere Krankheiten.

„Weit entfernt von einer Lösung des Konflikts. Doch zum Warten bleibt keine Zeit“
Zum ersten Mal finden in diesen Tagen Gespräche der Konfliktparteien statt. Seit vier Jahren dauert der Bürgerkrieg im Jemen inzwischen an. „Die Gespräche sind ein erster Schritt, das unermessliche Leid zu beenden. Eine Lösung des Konfliktes scheint allerdings noch weit entfernt“, befürchtet Roßbach. „Doch zum Warten bleibt keine Zeit. Die Situation im Jemen ist katastrophal.“

Das Hungern ist außer Kontrolle: Nach Angaben der Vereinten Nationen könnten bald 14 Millionen Menschen betroffen sein. Schon jetzt wissen drei von vier Einwohnern des Landes nicht, wo sie ihre nächste Mahlzeit oder sauberes Trinkwasser herbekommen. Und auch die Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria oder Cholera ist nur mit großem Aufwand durch Hilfsorganisationen in den Griff zu bekommen: Allein an Cholera starben bereits jetzt schon tausende Kinder. Die hochansteckende Krankheit breitet sich rasend schnell aus. Aktuell infizieren sich bis zu 10.000 Menschen pro Woche mit der Krankheit, die  für viele der geschwächten Menschen tödlich enden könnte.

Mehr als 22 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe. Die Hälfte sind Kinder.
Mehr als 22 Millionen Menschen benötigen dringend humanitäre Hilfe und Schutz. Die Hälfte von ihnen sind Kinder. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ helfen, indem sie Medikamente gegen Cholera und Hygiene-Sets verteilen, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Sie versorgen Kinder, Frauen und Männer mit Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und unterstützen bei der Bewältigung von Traumata.

„Aktion Deutschland Hilft“ nimmt Spenden für die Not leidende Bevölkerung im Jemen auf:
Stichwort „Hunger im Jemen“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.
„Aktion Deutschland Hilft“ ist das 2001 gegründete Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit weiter zu optimieren. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüfte und vom Deutschen Spendenrat zertifizierte Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf.
www.aktion-deutschland-hilft.de

Bild und Text: CARE/Jemen

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