Informationen für Ehrenamtliche von der Verbraucherzentrale

Auch wir Ehrenamtliche brauchen oft genug Hilfe, denn wir können schließlich nicht alles wissen. Hätte mir Anfang 2015 jemand gesagt, dass ich mal Formulare fürs Jobcenter, Anträge auf Aufenthaltstitel für die Ausländerbehörde und vieles mehr ausfüllen sowie Briefe und Einsprüche an alle möglichen Stellen und Firmen schreiben würde, hätte ich gesagt, dass ich das nicht kann und deshalb nicht helfen kann. Aber Gott sei Dank wächst man mit seinen Aufgaben und es gibt viele Stellen, bei denen man sich Hilfe holen kann. Eine davon ist die Verbraucherzentrale.

Die Verbraucherzentrale bietet auf ihrer Webseite eine Rubrik “Informationen für Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer“. Die Seite richtet sich an alle, die Asylsuchende und Flüchtlinge unterstützen, sowie direkt an Flüchtlinge selbst.

Sie spaltet sich in zwei Kategorien – zum einen in einen Bereich mit Checklisten und Musterbriefen, zu der du hier schon weitere Informationen findest. Zum anderen gibt es einen Bereich, speziell für Ehrenamtliche.

Grundgedanke bei diesem Bereich ist, dass die Verbraucherzentrale beim Helfen hilft: Es gibt viele deutschsprachige Informationen rund um Girokonto, Kostenfallen, Verträge, Abzocke und mehr. Aber auch Informationen dazu, welche Besonderheiten es bei der medizinischen Versorgung bei Asylbewerben gibt, wann ein Produkt halal ist, Warnungen vor giftigen Pflanzen oder Tipps für eine Verpflegung, die verschiedenen Esskulturen gerecht wird.
Zusätzlich gibt es noch das Handbuch für Ehrenamtler “Vereinsrecht und Ehrenamt” und einen Flyer, in dem in verschiedenen Sprachen erklärt wird, was die Verbraucherzentrale überhaupt ist, zum kostenlosen Download.

Viele dieser Informationen findet man auch im Bereich für Flüchtlinge und Migranten. Da viele davon in verschiedenen Sprachen zur Verfügung stehen, bietet es sich an, die Checklisten mit den Geflüchteten gemeinsam durchzugehen, um eventuelle Fragen zu beantworten. Da die Flüchtlinge nicht unbedingt mit unseren Gepflogenheiten und Institutionen vertraut sind, weil es sie in ihren Heimatländern schlicht nicht gibt, kann man einer solchen Gelegenheit vieles zum “Leben in Deutschland” erklären.

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